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Die letzte Graveyard Shift der Spielzeit transformiert den Garten des Schiffbaus für einige Stunden zu einem Klangkörper – ähnlich wie beim Grünton vor zwei Jahren, ergibt sich zwischen Konzerten, Lesungen und Performances eine klingende Landschaft in Resonanz mit den lebendigen, vibrierenden Prozessen des Gartens. Beiläufig und sanft konzipiert, erlaubt diese Graveyard Shift die Entschleunigung an einem Samstag im Juni, mitten in der Stadt.

Die 1960 geborene Experimental-Sängerin, Komponistin und Performerin Ute Wassermann konzentriert sich in ihrer Praxis auf die kontinuierliche und kompromisslose Erforschung ihrer Stimme. Eine wichtige Inspirationsquelle für ihren Gesang sind Soundscapes, aus denen sie imaginäre akustische Habitats komponiert: Wassermanns multidimensionaler Gesang oszilliert zwischen elektronischen, an/organischen, menschlichen und animalistischen Qualitäten. Die künstlerische Praxis von Martina Lussi (*1987) beinhaltet Feldaufnahmen, synthetische Klänge und ebenfalls die eigene Stimme. Durch vielfältiges akustisches Material schafft sie weitläufige Klanglandschaften, nachzuhören unter anderem auf ihrem aktuellen Album Balance, das 2021 beim Luzerner Label Präsens Editionen veröffentlicht wurde. Mit diesen Strategien passt Lussi ausgezeichnet zur dritten Künstlerin des Abends: Julie Semoroz entwickelt aus verschiedenen Quellen ihre Musik; inspiriert von ökologischen Prozessen und dem Nachdenken über den «Lebensraum» stellt sie Fragen zu der Situierung des eigenen Körpers in kollektiven Systemen.

Der Garten des Schiffbaus wird ab 18.30 Uhr geöffnet sein und die Besucher*innen sind dazu eingeladen, eigene Verpflegung als Picknick für die Veranstaltung mitzubringen.

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